Vom Wetter durch Europa getrieben - Teil 1
- Reisedatum
- 30. April 2026 – 5. Mai 2026
- Länder
- Österreich, Slowenien, Tschechien, Slowakei
- Unterwegs mit
- Kevin Puppato
30.04.2026 Der 30.04.2026 war der letzte Arbeitstag vor den Ferien. Am Vorabend hatten Kevin und ich noch lange überlegt wohin die Reise gehen sollte. Die Prognose war für die nächsten 2-3 Tage eigentlich überall gut, doch dann wurde das Wetter schlechter. Wir beschlossen am Abend des 30.04.2026 noch bis Salzburg zu fahren. Denn am nächsten Morgen sollte es den Tauern-IC an den Kragen gehen. Kevin holte mich mit einer Mercedes Benz E Klasse ab, welche er am Nachmittag bei Sixt in Lörrach geholt hatte. Nach gut 3 Stunden Fahrt erreichten wir gegen Mitternacht das Ibis Budget am Flughafen Salzburg.
01.05.2026 Der Wecker klingelte bereits kurz nach 6 Uhr und nach rund einer Stunde Fahrt waren wir an der ersten Fotostelle des Tages angelangt. Bei Maierhofen wurde der IC899 auf dem Weg nach Villach abgepasst.
Anschliessend ging es zu einer Tankstelle, wo wir uns ein Frühstuck in Form einer Leberkäsesemmel genehmigten. Jetzt hatten wir zwei Stunden Zeit bis zum nächsten Termin mit dem IC791. Diese wurden genutzt um sich einige Fotostellen anzuschauen. Wir mussten leider feststellen, dass man am Tauern ein grosser Freund von Lärmschutzwänden ist. In Bad Hofgastein gab es zwei schöne Brückenstellen für Vormittags. Leider war eine der Brücken totalmodernisiert und bei der anderen waren die Arbeiten in vollem Gange. Aus Mangel an Alternativen positionierten wir uns an der bereits modernisierten Brücke und hofften auf Güterzüge. Es kamen einige in die falsche Richtung. Es gab deshalb nur ein Foto von einem Lokzug, einem Sonderzug mit Smartrail 111 und besagtem IC791.
Die Brücke hatten wir abgehackt, also schauten wir uns noch eine weitere potenzielle Nachmittagsstelle an. Die würde gehen ohne Lärmschutzwand. Währenddessen wurden wir von einem Güterzug überrascht.
Naja, doch eher viel Gebüsch, im Sommer definitiv nicht so umsetzbar. Mit Beginn der Hochlichtpause stellt sich jetzt auch die Frage, was nun? Die Lust auf Tauern war uns vergangen, also fuhren wir weiter nach Slowenien, genauer gesagt Koper. Also wurde ein Ticket für die Tauern Autoschleuse gekauft und wir fuhren ohne grosse Pause direkt bis Črnotiče. Mit der Klassikeransicht auf dem Felsen hatte besonders Kevin noch eine Rechnung offen.
Vier Stunden später waren wir an DER Stelle an der Koperbahn angelangt. Zu unserer Überraschung waren wir die einzigen dort, das ist mir bei den letzten Besuchen noch nie passiert. Also machten wir es uns im Schatten eines Baums gemütlich, die Züge hört man ja früh genung. Doch wir hörten lange nur die Vögel, als wir nach 30 Minuten noch immer keinen Zug gesehen hatten, kam Kevin auf die geniale Idee mal auf der Website der ŠZ Infra nach einer allfälligen Bausperre zu schauen. Tatsächlich war heute der erste Tag einer dreitägigen Sperre. Satz mit X das war wohl nix. Also erneute Krisensitzung, eigentlich wollten wir ein paar Tage an der Rampe verweilen. Zuerst stellte sich die Frage was tut man mit dem angebrochenen Nachmittag. Diese Frage war schnell geklärt, es sollte der EC210 "Sava" werden. Dieser verbindet Vinkovci mit Rijeka über Ljubljana. Auf dem slowenischen Teil wurde dieser von einer ŠZ 342 "Moped" gezogen. Für diese wollten wir eine Drohnenstelle kurz vor dem Grenzbahnhof Šapjane ausprobieren. Vor Ort zeigte der Testflug, da würde durchaus was gehen. Mit Betonung auf würde, denn der Zug hatte Zwischenzeitlich 2 Stunden Verspätung gesammelt. Mangels Frontlicht musste eine Alternative her, einfacher gesagt als getan. Kurz nach Illirska Bistrica fand ich eine Stelle mit gutem Licht. Auf dem Satellitenbild sah es nicht allzu fest verbuscht aus. Leider wachsen Büsche in Slowenien sehr schnell. Als dann anstatt dem planmässigen Moped ein Flirt der ŠZ die Bühne betrat war der Abend definitiv gelaufen. Wir fuhren enttäuscht zurück nach Norden, auf der Fahrt besprachen wir die Möglichkeiten für morgen. Schliesslich entschieden wir uns für den IC351, welcher zwischen Graz und Szentgotthárd mit einer ÖBB 2016 bespannt ist. Wir buchten das B&B Hotel in Graz.
02.05.2026 Der Wecker klingelte wieder früh und schon bald waren wieder wieder auf Achse. Unser Ziel war Bruck an der Mur, dort wollten wir den IC558 verhaften. Dieser Zug besteht aus SBB Eurocity Wagen, welche danach als EC164 "Transalpin" in die Schweiz fahren. Das Bild gelang wie gewünscht mit führender 1144 236.
Jetzt fuhren wir nach Flöcking, dort erwarteten wir den IC351 nach Budapest. An der Stelle angekommen wurde zum ersten Mal die neue Leiter aufgebaut und ein Frühstück eingenommen. Dieses hatten wir im Spar in Gleisdorf gekauft. Schon bald kam ÖBB 2016 059 mit dem IC351 um die Ecke.
Ein letztes Bild vor der Hochlichtpause machten wir noch in Niklasdorf. An der eigentlich geplanten Stelle wurde eine neue Strassenüberführung gebaut. Also mussten wir auf die schnelle eine andere Position suchen. Wir stellten uns einfach ein paar hundert Meter weiter hinten auf eine frisch gemähte Wiese. Das Objekt unsere Begierde hiess IC1136 "Murtal" nach Wien, dieser ist planmässig mit 1144 bespannt. An diesem Tag fuhr er allerdings nur bis Mürzzuschlag. Anstatt der erhofften 1144 kam dann ein 1216 Sandwich, welches mit Kamera und Drohne erledigt wurde.
Als wir zurück beim Auto waren, kam gerade der Bauer mit der Ballenpresse. Er meinte, Fotografen wären auf seiner Wiese und auch auf den Grundstücken seiner Nachbarn nicht gerne gesehen. Wenn wir noch dort gestanden hätten, hätte er uns verscheucht. Für uns total unverständlich, die Wiese war ja frisch rasiert. Wir entschuldigten uns und fuhren in die Hochlichtpause davon.
Es stellte sich erneut die Frage wie weiter. Einerseits könnten wir in der Region bleiben oder andererseits könnte man einen grösseren Hochlichtsprung machen. Wir entschieden uns für den Hochlichtsprung nach Tschechien. Also schmissen wir uns auf die Autobahn in Richtung Wien, unterwegs suchte Kevin nach Stellen an der Brillenrennbahn zwischen Brno und Jihlava. Als Kevin die Stelle in der Nähe von Bransouze ins Navi programmierte, zeigte sich das es eine Punktlandung werden würde. Glücklicherweise kann man als geübter Fahrer auf tschechischen Landstrassen doch noch ein paar Minuten von der Google Prognose abziehen. Mit den ca 10min Verspätung die der Zug hatte, reichte es gemütlich fürs Bild vom R659 nach Brno.
Danach machten wir noch einen Os etwas weiter unten.
Für den R661 stellten wir uns auf der anderen Seite von Bransouze auf.
Nach diesem Foto wechselten wir die Stelle und die Fahrtrichtung der Züge. Bei Petrovice stellten wir uns auf für den R654. Auch die Drohne kam zum Einsatz.
Für das letzte Bild des Tages fuhren wir nach Studenec, dort liessen wir die Drohne steigen. Das Resultat lässt zu wünschen übrig.
Nach diesem Zug war die Sonne schnell hinter dem Horizont versunken. Wir schauten uns noch ein paar Stellen für den nächsten Tag an und kehrten in einem Schnellrestaurant ein. Es gab frittiertes Poulet nach Kentucky Art. Für diese Nacht verbrachten wir im Hotel Atom in Třebíč.
03.05.2026 Nach einer kurzen Nacht standen wir um 7:00 Uhr bei Okříšky bereit für den R651 nach Brno. Dieser wurde mit Kamera und Drohne für dich Nachwelt festgehalten.
Jetzt hiess es schnell die Leitern zusammenpacken und zur nächsten Stelle düsen. Als wir aus dem Auto ausstiegen, war das Brummen der Brille schon zu hören. Schon war R664 nach Jihlava im Kasten.
Danach fuhren wir zurück nach Okříšky, dort war gerade eine Bardotka mit Zwiebelwagen am rangieren. Das Lokpersonal erzählte uns, sie werden bald nach Süden losfahren, also stellten wir auf und freuten uns auf die Bradokta. Leider kam diese Lokzug, also gabs kein Bild von ihr. Also fuhren wir ein wenig enttäuscht nach Kralice nad Oslavou, wo wir den R660 nach Jihlava verewigten.
Als nächstes war R655 an der Reihe, welchen wir bei Vladislav verewigten.
Danach fuhren wir wieder zum Bahnhof in Okříšky, wo wir erneut auf die Bardotka traffen. Diesmal gab erfuhren wir von anderen Fotografen, dass man erst gegen Abend in Richtung Jihlava aufbrechen wolle. Für uns bedeutete das, dass wir wohl kein Bild von diesem Zug machen werden.
Jetzt war Mittagessen angesagt. Wir fuhren nach Třebíč. Im Adam‘s Bar & Bistro gabs ein leckeres Steak. Nach dem Essen stellten wir uns erneut bei Okříšky beim Rapsfeld vom Morgen auf. Schon bald betrat R656 die Bühne.
Für den R654 stellten wir uns an einem der Klassiker dieser Linie auf, dem Stadtblick in Náměšt’nad Oslavou.
Bis zum nächsten Rožmberk waren wieder zwei Stunden Pause, welche wir nutzten um einem Os ein paar Kurven weiter zu erledigen.
Fürs letzte Bild des Tages fuhren wir nochmals nach Kralice nad Oslavou. Dort gibt es eine schöne Brücke.
Mittlerweile war am Horizont schon eine schöne Siffschicht zu erkennen. Das bedeutete für uns, dass es langsam Zeit war Abschied zu nehmen von Tschechien und weiter nach Osten zu verschieben. Unser Ziel an diesem Abend war Martin in der Slowakei, wo wir ins Hotel Turiec eincheckten.
04.05.2026 Der Wecker klingelte gewohnt früh und schon bald standen wir bei Strečno auf dem Fotohügel. Der Weg dorthin ist nicht sehr intuitiv, wenn man aufs Satellitenbild schaut, müsst man eigentlich von hinten durch die Hotelanlage dazukommen. Doch der eigentliche Weg führt einfach von vorne steil im Wald nach oben. Sobald die Stelle relativ gut ausgeleuchtet war, kam eine Doppellok mit einem Budamar Containerzug Richtung Osten um die Ecke.
Nach diesem Bild wechselten wir zum Damm nach Ratkovo, dort sollte uns die ZSSK gleich zwei Ex Tatran mit spezieller Bespannung bescheren. Auch der RegioJet nach Prag wurde noch abgewartet.
Zufrieden verliessen wir den Damm wieder und fuhren nach Stakovany einige Kilometer flussaufwärts. An der Stelle angekommen, waren bereits 2 Deutsche und 4 Slowaken vor Ort. Einer davon war Peter, mit dem ich die Nummern austauschte. Er wollte uns in den nächsten Tagen ein paar Infos zustecken. Wir wurden von einem weiteren Gorilla überrrascht.
Nach diesem Bild gab es einen schnellen Überfall im Lidl und wir nutzten die Hochlichtpause für eine Verschiebung an die Diesellinie im Süden des Landes. Bei Čamovce gelangen die ersten beiden Bilder der ZSSK Taucherbrillen.
Danach stellten wir uns für den 51300 auf. Dieser Kesselwagenzug verkehrt täglich von Kapušany pri Prešove nach Stožok. Zum Einsatz kommen meisten zwei remotorisierte Brillen der Baureihe 756.
Zum Glück nimmt man es in der Südslowakei nicht so genau mit dem befahren von Wiesen, deshalb konnten wir praktisch neben dem Auto das Foto machen. Wie hätte der Bauer aus Niklasdorf wohl reagiert, wenn wir mit dem Auto auf seiner Wiese gestanden hätten? Wir wollen es lieber nicht wissen. Jedenfalls klappte der Stellenwechsel für den folgenden Perso ohne Probleme.
Dem nächsten Personenzug nach Zvolen fuhren wir gut eine Stunde entgegen.
Das letzt Foto des Tages entstand bei einem Rapsfeld, welches wir kurz zuvor entdeckt hatten.
Für diese Nacht hatten wir uns im Primma Hotel in Moldava nad Bodvou eingebucht. Nach einem kalten Abendessen aus dem nahe gelegenen Lidl ging es zügig ins Bett.
05.05.2026 Der Wecker klingelte wieder früh, wir wollten den Mn 82211 erlegen. Leider war dieser Zug viel zu früh unterwegs, sodass wir ihn knapp verpassten. Da wir keine Alternative hatten, positionierten wir uns in der Bärenkurve von Hrhov. Dort waren bereits zwei Japaner anwesend, bis die Taucherbrille mit ihren 3 Wagen um die Ecke bog waren 12 Fotografen vor Ort.
Für den nächsten Perso 2 Stunden später stellten wir und in der Mitte des grossen Bogens auf. Leider kam statt der erwarteten Taucherbrille nur ein 814.
Danach bekamen wir den Tipp von Peter, dass bald ein Güterzug von Turňa nad Bodvou nach Westen fahren würde. Für diesen stellten wir uns bei Moldava nad Bodvou auf. Peter war auch mit den beiden Deutschen von gestern im Schlepptau zu dieser Stelle gekommen.
Als nächstes Schlug Peter vor, dass man den 51300 von der Signalbürcke in Turňa nad Bodvou erlegen könnte. Wie gesagt, so getan. Kurz darauf warteten wir auf der Signalbrücke auf den Güterzug. Die Bahnangestellten schenkten und keine Beachtung, nur die Roma, welche direkt neben der Stelle hausten, beäugten uns sehr kritisch.
Danach wurden die Vorräte im Tesco aufgestockt und wir gingen erneut nach Hrhov in den Bogen für den nächsten Perso nach Zvolen.
Auch der nächste Perso wurde bei Hrhov mit der Drohne geschossen.
Für das letzte Bild des Tages wollten wir eigentlich nach Slavec. Wir mussten jedoch feststellen, dass die Sonne zu früh hinter dem Berg versinkt. Es musste schnell eine Alternative her, also stellten wir und bei Gemerská Panica am BÜ auf. Beim Parkieren an der Stelle hat Kevin noch fast unseren schönen Mercedes im Strassengraben versenkt.
Nach diesem Foto verliessen wir die Slowakei nach Norden. Wir hatten uns für die Nacht im Hotel Campanile in Katowice einquartiert. Wie es die nächsten Tage weitergeht, seht ihr im zweiten Teil.
0 Kommentare
Anmelden · Registrieren Melde dich an, um zu kommentieren. Neue Konten werden zuerst geprüft.
Noch keine Kommentare.